Intensivsymposium Bremen

Ein Bericht

Ich durfte vom 18. -21. Februar in Bremen an einem Symposium zur Intensivmedizin teilnehmen. Auf diesem Symposium gab es neben interessanten Vorträgen und Workshops eine große Industrie­ausstellung, die Gelegenheit bot, sich über pflegerische bzw. medizinisch-technische Neuerungen zu informieren und sich von Fachleuten beraten zu lassen. Bettenhersteller, Trachealkanülen- Hersteller und auch viele Kliniken präsentierten sich, es gab z.B. neue Mundpflege- Artikel und Hilfsmittel bei Schluckstörungen zu sehen. Auch Beatmungsgeräte (viele verschiedene Herstellern vertreten) durften da natürlich nicht fehlen. Wie man auf dem Foto hier links sieht, konnte man manches sogar an sich selbst ausprobieren. Unter dem Beatmungshelm auf dem Bild ist eine Beat­mung ohne Maske und ohne Trachealkanüle möglich, so entstehen weniger schnell Druck­stellen als bei Masken; allerdings kann man sehr schlecht kommunizieren, da Sprechversuche des Beatmeten kaum in der Umwelt hörbar sind.

 

Die Vorträge des Symposiums nahmen ein breites Spektrum von Themen auf, gingen vor allem auf neue und alte „multiressistente Keime“ ein. Man­che Diskussionen drehten sich um Personalmangel und Finanzpolitik im heutigen Gesundheitssystem. Auch wirklich schwierige Themen im Bereich der Ethik wurden aufgegriffen: „Therapie am Lebens­ende“ und „Intensivmedizin trifft auf Palliativ­medizin“. Dabei wurden neue Einstellungen und Therapievorstellungen in der Palliativmedizin deutlich.

Die dritte Sparte auf dem Symposium waren Workshops. Hier wurden wichtige Themen interaktiv besprochen. Man musste und durfte aus­probieren; z.B. haben wir, wie man auf dem Foto rechts sieht, an uns selbst die CPAP Beatmung mit der Mund- und Nasenmaske erfahren, und zwar haben wir uns in einem Workshop erst mit Beat­mungstheorie beschäftigt und uns dann in 2-er Grup­pen gegenseitig beatmet. So haben wir wenigstens für kurze Zeit gefühlt, wie es ist, an der Beatmung zu sein. Und wir haben die Wirkung von Einstellungs­veränderungen am eigenen Körper erlebt. Am Donnerstagabend gab es dann noch eine Feier­stunde, bei der man mit Berufskolleginnen und Kollegen ins Gespräch kam und Erfahrungen aus­tauschen konnte. Es waren drei sehr lehrreiche Tage, von denen ich viele neue Informationen und Erfahrungen mitge­nommen habe.