Eindrücke Fachweiterbildung:

Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung

Eindrücke zur Fachweiterbildung „Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung“ vom 12.8.2013 bis zum 20.1.2014.

 

Auch im Jahr 2013/2014 war es erneut für 14 Mitarbeiter (mich eingeschlossen) möglich, sich im Fachbereich Beatmung im außerklinischen Bereich, am Bildungszentrum St. Hildegard unter der Leitung durch Herrn A. Rotert fortzubilden.

Die Fortbildung bestand wieder aus einem theoretischen Bereich, der in 8 x 8 Stunden aufgeteilt war, sowie aus zwei praktischen Teilen. Die Grundlagen und spezielle Fachkenntnisse wurden auf anschauliche Art an die Kursteilnehmer vermittelt. Mittels vieler praktischer Übungen konnte das theoretisch Erlernte in der Handhabung erprobt werden. So wurde unter anderem die erschwerte Atmung eines COPD-Erkrankten durch das Atmen mit Hilfe eines Strohhalmes nachgeahmt. Dies brachte einen kleinen Einblick, wie schwer es vielen unserer Kunden fällt, bereits in Ruhe den Körper mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen.

 

Im Bereich Sekretmanagement wurde die Anwendung verschiedener Lagerungen ausprobiert. Zusätzlich konnten in Kleingruppen differenzierte Maßnahmen wie die „Packegriffe“, die „Heiße Rolle“ sowie die Autogene Drainage geübt werden. Hilfreich war das Gerätetraining an den verschiedenen Beatmungsgeräten. So war es möglich, Situationen zu simulieren und Veränderungen der Beatmungsparameter zu erkennen. Die praktischen Übungen in den Unterrichtseinheiten der psychosozialen Betreuung zeigten neue Möglichkeiten im Umgang mit Kunden, Angehörigen und Mitarbeitern.

Lebensrettende Erstmaßnahmen, die Rettungskette selbst und die Cardio-Pulmonale Reanimation fanden ihren Schwerpunkt im Notfallmanagement. Es wurde von jedem Mitarbeiter an Demopuppen mit Druckkontrolle die Herz-Lungen-Wiederbelebung durchgeführt.

 

Die Schwerpunkte des 40 - stündigen internen Praktikums waren hier unter anderem eine 3-6 stündige Praxisanleitung, sowie die benotete 3-4 stündige Praxisbegleitung durch den Fachdozenten, die mit einer Ausarbeitung zum Thema “Theorie-Praxis-Transfer“ gekoppelt war. Diese Facharbeit sollte eine pflegerische Maßnahme, spezielle Prophylaxen oder Themen bezüglich der Beatmung oder des Sekretmanagements bei einem Kunden fachlich beschreiben.

Die restliche Zeit stand uns zur eigenständigen und praktischen Vertiefung der Unterrichtsinhalte zur Verfügung.

 

Der letzte Teil der Fachweiterbildung war ein externes Praktikum im Lungenfachzentrum Ostercappeln. Dort wurde uns der fachliche Einblick in die Bereiche Lungenfunktion, Bronchoskopie, Physiotherapie und Atemtherapie ermöglicht. Durch die organisatorische Vorarbeit von Herrn Rotert und des Atemtherapeuten Herrn Hötzel konnte sowohl ein Tag im Operationsbereich als auch das Mitwirken auf der Intensiv- und Weaningstation ermöglicht werden. Da die meisten dieser Bereiche bereits von unseren Kunden durchlebt wurden, bevor wir als ambulanter Intensivpflegedienst die Versorgung übernahmen, ist das Ausmaß der vorangegangenen Herausforderungen der Betroffenen sehr stark deutlich geworden.

 

Mein Fazit zur Fachweiterbildung „Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung“ ist, dass diese äußerst wichtige Weiterbildung alle Mitarbeiter im außerklinischen Intensivpflegebereich erhalten sollten. Sie vermittelt die notwendigen Fachinformationen, die man benötigt, um SICHER und KOMPETENT mit beatmeten Kunden umzugehen und in veränderten Situationen schnell und richtig zu handeln. Alle Bereiche vertieften das Erlernte und machten Zusammenhänge erkennbar sowie Auswirkungen eines fehlerhaften Handelns deutlich.

 

Christine Kast (Teamleitung)

Steffi Schwarz