„Angewandte Basishygiene in der außerklinischen Intensivpflege“

„Angewandte Basishygiene in der außerklinischen Intensivpflege“ - das war das Fortbildungsthema am 21.01.2015.


Ein Schutz vor Infektionen kann nur mit Hilfe einer guten Basishygiene erzielt werden. Als eine zuverlässige Grundlage umfasst sie neben der Hände- und Personalhygiene die Flächendesinfektion und –reinigung, die Aufbereitung von Medizinprodukten und auch den Einsatz von Schutzkleidung. Bei allen infektionsrelevanten Tätigkeiten müssen diese Maßnahmen auch in der ambulanten Intensivpflege entsprechend der Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werden.

Das zentrale Element der hygienischen Basismaßnahmen ist die Händehygiene. Dazu gehört als wichtigste Infektionsschutzmaßnahme eine alkoholische Händedesinfektion, aber auch die Hautreinigung, die Hautpflege und der Hautschutz. Mit Hilfe einer Schwarzlichtlampe konnten Mitarbeiter die Effektivität ihrer Händedesinfektion überprüfen, wobei neuralgische Punkte mit jedem Einzelnen besprochen wurden.

Im Selbsttest wurde die Haltbarkeit von Handschuhen veranschaulicht. Zwei Kolleginnen simulierten eine Ganzkörperwaschung, indem sie einen Waschlappen ca. zehn Minuten in den Händen hielten und ihn regelmäßig auswrangen. Festzustellen war, dass die Handschuhe anschließend nicht mehr dicht waren und die Haut der Mitarbeiter teilweise aufgequollen war. Das zeigte, dass Handschuhe nie zu einhundert Prozent dicht sind und deshalb auch nach dem Ablegen von Handschuhen eine hygienische Händedesinfektion erfolgen muss.

Auch das An- und Ausziehen von Schutzkleidung spielte eine zentrale Rolle während der zwei Stunden. In welcher Reihenfolge was zu erfolgen hat, zeigten Mitarbeiter recht anschaulich. Dabei stellte sich heraus, dass das Ausziehen eines Schutzkittels viele hygienische Stolperfallen in sich birgt.

Es wurde veranschaulicht, wie ein Mund-Nasen-Schutz richtig anzulegen und wie beim Tragen das Beschlagen einer Brille zu vermeiden ist.

Hier ging es nicht um Gesetze, Regelwerke und Vorschriften, es ging um die zu lebende Praxis. Mitarbeiter konnten ihre Fragen stellen und sich gegenseitig wertvolle Tipps geben, denn in der ambulanten Intensivpflege müssen viele Tätigkeiten den häuslichen Gegebenheiten angepasst werden.

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